Bruxismus: Wenn nächtliches Zähneknirschen Beschwerden verursacht

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Viele Menschen knirschen nachts mit den Zähnen, ohne es bewusst zu merken. Schätzungen zufolge ist etwa die Hälfte der Bevölkerung von Bruxismus betroffen. Dabei handelt es sich um ein unbewusstes Knirschen oder Pressen der Zähne, das vor allem während des Schlafs auftritt.

Das ständige Anspannen des Kaumuskels kann verschiedene Beschwerden verursachen. Betroffene wachen häufig morgens mit Verspannungen oder Schmerzen im Nackenbereich auf. Diese Symptome entstehen durch die starke Belastung der Muskulatur während der Nacht.

Was beim Bruxismus im Körper passiert

Beim Bruxismus wird der Kaumuskel, der sogenannte Masseter-Muskel, stark beansprucht. Er gehört zu den kräftigsten Muskeln im menschlichen Körper und ist für das Kauen verantwortlich.

Wenn dieser Muskel dauerhaft überaktiv ist, kann das zu Druck im Kieferbereich führen. Viele Betroffene bemerken die Auswirkungen erst am nächsten Morgen, wenn sich Verspannungen im Kiefer, Nacken oder Gesicht bemerkbar machen.

Behandlung des Kaumuskels mit Botox

Eine Möglichkeit zur Behandlung von Bruxismus ist die gezielte Entspannung des Kaumuskels mit Botulinumtoxin. Dabei wird der Masseter-Muskel mit Botox behandelt, um seine übermäßige Aktivität zu reduzieren.

In dem beschriebenen Fall wurde der Kaumuskel der Patientin bereits vor etwa einem halben Jahr behandelt. Bei dem aktuellen Termin wurde der stärkste Kaumuskel des Körpers erneut mit Botox behandelt.

Wenn Bruxismus mit Tinnitus verbunden ist

Bei der Patientin lag zusätzlich ein Tinnitus vor. Durch das Zähneknirschen entstand ein Piepen im Ohr. Dieses Symptom kann mit der starken Anspannung der Kaumuskulatur zusammenhängen.

Nach der vorherigen Botoxbehandlung berichtete die Patientin, dass sich ihr Tinnitus deutlich reduziert hat. Aufgrund dieser positiven Erfahrung entschied sie sich erneut für die Behandlung des Bruxismus mit Botox.

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